Auf der Überholspur?

Nach einem schwierigen Saisonstart, wo ich mit Müdigkeit zu kämpfen hatte, habe ich den Tritt wohl wieder gefunden!

 

Trotz Schlüsselbeinbruch im August, glaubte ich an einen guten Saisonstart. So kam ich nach der Verletzungspause auch wieder in einen guten Trainingsrhythmus und konnte Schritt für Schritt Fortschritte erzielen. Im November glaubte ich mich in alter Form, weil mir ein super Testrennen gelang. Ich durfte somit an den Weltcupstart nach Kuusamo (FIN). Im Klassisch Einzelstartwettkampf hatte ich noch etwas Mühe, weil die Verhältnisse für Topmaterial anspruchsvoll waren. So hatte ich nicht 100% Abstoss, was meine Arme umso mehr belasteten. Da spürte ich erstmals den Rückstand meiner Verletzungsphase. Am nächsten Tag stand dann ein Skating Wettkampf auf dem Programm. Gestartet wurde mit dem Rückstand der vorherigen beiden Wettkämpfen. Da ich viel Zeit im Sprint und im Klassisch Rennen verloren hatte, musste ich im Wellenstart hinten starten. Dort konnte ich aber ein gutes Rennen abliefern und verlor nur ca. 30 Sekunden auf einen Top 30 Platz. 

 

Im Dezember den Tritt verloren

Zurück aus dem Norden ging es dann direkt mit dem Swiss Cup im Goms weiter. Ich hatte plötzlich kein gutes Gefühl mehr, fühlte mich müde und leer. Den ganzen Dezember und fast den ganzen Januar plagte mich eine fraghafte Müdigkeit. Mein Körper konnte nicht mehr 100% der Leistung abliefern und so fielen die Resultate in den Wettkämpfen auch aus. Enttäuschend!

 

Natürlich wäre es besser gewesen, nach Kuusamo eine Pause einzulegen. Doch der Termindruck liess dies nicht zu. Ich wollte bei der Tour de Ski in der Lenzerheide und an Olympia dabei sein. Beides gelang nicht.

Das letzte Quali-Rennen für Olympia in Planica sagte ich ab, weil ich einfach nicht 100% abzuliefern glaubte. Da viele gute Athleten dort unerwarteterweise nicht am Start waren, wäre es im Nachhinein vielleicht doch noch möglich gewesen mich zu selektionieren. Doch nicht Topfit zu den Olympischen Spielen zu reisen, hätte für mich nicht gepasst.

 

Zurück auf der Überholspur?

Nach all diesen Enttäuschungen und verpassten Zielen, brauchte ich Abstand und Ruhe. Ich ging nach Hause und trainierte auf meiner Lieblingsloipe in Trin/Flims. Dort konnte ich Energie tanken und auch die schönen Wintertage mit viel Sonnenschein geniessen. 

 

Ende Januar stieg ich dann nach 3 Wochen Wettkampfpause mit dem Surselva Marathon wieder in den Wettkampfrhythmus ein. Ich fühlte mich wieder besser, hatte wieder Energie. So konnte ich einen zweiten Rang hinter einem starken Curdin Perl herauslaufen. Das war natürlich auch für den Kopf gut und motivierend für die weiteren Wettkampfeinsätze im Februar. Mir gelang es diesen Schwung mitzunehmen und konnte beim Swiss Cup in Klosters meinen ersten Sieg im Sprint feiern. Zudem konnte ich beim gut besetzten Continental Cup in Zwiesel (De) gleich zwei Podestplätze feiern. (3. Rang 15km Klassisch Einzelstart und 3. Rang 20km Skating Massenstart)

 

Mit diesen beiden Podestplätzen konnte ich eine fünf jährige Durststrecke beenden. Die letzten Podestplätze im Continental Cup erreichte ich im Februar und März 2013. 

 

Mit diesen guten Resultaten bekomme ich nun die Chance nächsten Sonntag (4.März) am Weltcup in Lathi (FIN) an den Start zu gehen. Ich hoffe, ich kann weiterhin auf der Überholspur bleiben und diese positive Energie mit in den Wettkampf nehmen.