Rückblick und Vorschau

Wie bin ich mit der letzten Saison zufrieden und kurzer Ausblick auf die nächsten Wochen!

 

Ich hatte im letzten Sommer eine gute Vorbereitung ohne Zwischenfälle und Ausbildung. Dies hat sich positiv auf die ganze Wettkampfsaison ausgewirkt. Ich hatte von Anfang an ein gutes Niveau und konnte dies noch steigern. Im Grossen und Ganzen wieder ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

 

Doch nun der Reihe nach:

Die Saison jeweils mit dem ersten Weltcuprennen im finnischen Kuusamo zu starten ist natürlich immer etwas Tolles. Das zeigt, dass man bereits eine gute Form hat und dadurch das Vertrauen des Trainers bekommt. Ich schrammte knapp an meinen ersten Weltcup Punkten in Europa vorbei. Das gab mir die Gewissheit, dass ich es drauf habe.

Ein weiteres Highlight war dann der Staffelwettbewerb im norwegischen Beitostölen, wo meine Teamkollegen (Dario Cologna, Toni Livers und Roman Furger) und ich den hervorragenden 4. Rang herauslaufen konnten. 

Die Tour de Ski verlief dann leider nicht nach meinem Gusto und so war ich bereits etwas unter Druck, die Selektion für die WM in Seefeld noch zu erreichen. Dadurch musste ich vom Jahreswechsel an jedes Wochenende 1-2 Wettkämpfe laufen um so jede Chance nutzen zu können. Doch es gelang mir leider nicht mehr. Ich wurde müde und so war der Tank dann auch schon anfangs Februar leer.

Während dieser Zeit Mitte Januar lief ich in Otepää (Est) mein bisher bestes Weltcup Rennen. Unglücklich kämpfte ich dann leider als 31. wegen 0,2 Sekunden an die Top 30 vorbei. Einerseits grosse Enttäuschung, andererseits Motivation diesen Schritt endlich zu machen! 

Dann überschattete die WM in Seefeld wieder ein Doping Skandal mit österreichischen Langläufern und noch anderen Athleten. Zwei dieser Athleten, welche verhaftet wurden, waren dann auch in Otepää vor mir klassiert. Also rutsche ich von Platz 31. auf 29. Dies bedeutet, ich bekomme im Nachhinein meine ersten Weltcup Punkte. Doch dies ist nur eine Randnotiz. Denn die positiven Emotionen, welche vielleicht einen Umschwung eingeleitet hätten, konnte ich nicht mehr mitnehmen. 

Was kann ich tun, um nochmals einen grösseren Schritt zu tun? Ich mache mir viele Gedanken. Ich werde im Training nochmals einige Änderungen vornehmen.  Auch materialtechnisch ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen. Fischer, mein bisheriger Materialpartner hat einfach zuviele Athleten, so dass der Support darunter leidet. Mit Atomic hoffe ich einen neuen Ski- und Schuh-Partner gefunden zu haben, welcher mich diesbezüglich besser unterstützt. Ebenfalls sollte ich mit Leki als Stockausrüster material- und motivationsmässig den nötigen Schub bekommen.

Den April nutzte ich, meine Arbeitstage als Grenzwächter zu leisten und das Metall von meinem Schlüsselbeinbruch herauszuoperieren. Anfangs Mai reise ich für 2 Wochen in die Ferien. Das muss noch sein, damit ich mit voller Energie in die neue Saison starten kann. Etwas später als meine Teamkollegen wohl, aber ich habe dann noch jede Menge Zeit das Richtige zu tun! 

Heya, Livio